Die Vorsorge ist ein wichtiger Bestandteil in der Frauenheilkunde:


Gynäkologische Krebs-Vorsorge:

Da bei früher Feststellung einer Krebserkrankung sehr gute Heilungschancen bestehen, bieten wir Ihnen die regelmäßige Durchführung einer Krebsvorsorge-Untersuchung an. Die Leistungen der Gesetzlichen Krankenkassen beinhalten:

Ab dem 20. Lebensjahr:
Erhebung der Vorgeschichte (Anamnese), Spiegeleinstellung des Muttermundes, „Pap-Test“ (Zellabstrich vom Muttermund), Gynäkologische Tastuntersuchung 

Ab dem 30. Lebensjahr:
Zusätzlich: Abtasten der Brustdrüsen und der zugehörigen Lymphknoten 

Ab dem 45. Lebensjahr:
Zusätzlich: Tastuntersuchung des Enddarms

Ab dem 50. Lebensjahr:
Zusätzlich: Test auf Blut im Stuhl jährlich, zwischen dem 56. und 65. Lebensjahr besteht die Möglichkeit einer Darmspiegelung Darüber hinaus bieten wir Ihnen selbstverständlich im Rahmen der Eigenverantwortlichen Gesundheitsvorsorge zusätzliche Untersuchungen an (z.B. immunologischer Stuhltest Ultraschalluntersuchungen, dünner Abstrichtest (Thin-Präp-Test). 

Krebsnachsorge:
Nach einer Krebserkrankung sind regelmäßige Untersuchungen erforderlich. Abhängig von der Art der Erkrankung stehen differenzierte Untersuchungsmethoden zur Verfügung, die eine individuelle und Leitliniengerechte Nachbetreuung gewährleisten. 

Schwangerschaftsvorsorge:
Die Schwangerschaft ist eine spannende, intensive Zeit, durch die wir Sie und Ihren Partner gerne begleiten. 


 

Die Vorsorge in der Schwangerschaft und für die Zeit nach der Entbindung richtet sich nach den Mutterschaftsrichtlinien, die vom Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen festgelegt wurde. Zu den notwendigen Untersuchungen gehören beispielsweise 
 

  • Überprüfungen des Blutdrucks 

  • Urinuntersuchungen

  • die Kontrolle des Gebärmutterhalses sowie der Herztöne Ihres Kindes in einer Cardiotokografie (CTG) bis hin zu

  • Ultraschalluntersuchungen (eine Ultraschalluntersuchung zur Feststellung des Schwangerschaftsalters, 3 weitere Untersuchungen im Abstand von 10 Wochen)
     

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen in der Regel nur die gesetzlich vorgeschriebenen Vorsorgemaßnahmen. Weitere Untersuchungen gehören vielfach gar nicht oder nur im Verdachtsfall zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen. Wir beraten Sie gerne, welche Vorsorgemaßnahmen für Sie empfehlenswert sind (zusätzliche Ultraschalluntersuchungen, auch 3D / 4D und erweiterte Labordiagnostik wie Toxosplasmose, CMV, B-Streptokokken-Abstrich).

Impfungen:
Keine andere medizinische Maßnahme hat so viel Leben verlängert, Leiden und Tod verhindert wie die Impfung.

Gerne überprüfen wir Ihren Impfschutz nach Vorlage des Impfausweises. Wir bieten Grund-, Nachhol- und Auffrischimpfungen an gemäß den Empfehlungen der STIKO (Ständige Impfkommission).

Auch Ihre Familienmitglieder können auf Kosten der Krankenkasse die Impfungen in unserer Praxis durchführen lassen.

Wechseljahre:
Die Wechseljahre sind keine Krankheit – sie sind ein natürlicher biologischer Prozess.

Bei Frauen in den Wechseljahren lässt die Produktion von Hormonen nach, was sich unterschiedlich auf Körper und Seele auswirken kann. Ein Drittel aller Frauen erleben die Wechseljahre ohne Beschwerden. Benötigen Sie jedoch Unterstützung, beraten wir Sie gerne und stimmen die Behandlung auf Ihre individuellen Bedürfnisse ab.

Inkontinenz:
Artikel der Zeitung „Sonntagsnachrichten“ / Interview mit der Ärztin D. Kaczorek:

„Tabuthema Harninkontinenz"
Bundesweit leiden nach Experten-Angaben sechs Millionen Menschen unter Harninkontinenz. Drei Viertel von ihnen sind Frauen; trotz dieser hohen Zahl erhalten nur 15 Prozent der Patientinnen eine angemessene Behandlung, was nicht zuletzt daran liegt, dass über dieses Thema nur ungern gesprochen wird. 

Die "Sonntagsnachrichten" haben keine Scheu, darüber zu sprechen und zogen eine ausgewiesene Expertin zu Rate. Dorota Kaczorek, Fachärztin für Frauenheilkunde mit eigener Praxis an der Bielefelder Straße, weiß um die Sorgen und Nöte der Patientinnen mit Harninkontinenz.

"Die Blasenfunktion im Griff zu haben, ist eine wichtige Voraussetzung, um ein unabhängiges und selbstbestimmendes Leben führen zu können. Es passiert ungewollt und meistens kommt es zum nicht beherrschbaren Urinverlust bei körperlicher Anstrengung wie Sport, Treppensteigen, Lachen, Husten oder es stellt sich schon nach wenigen Schlücken Tee oder Kaffee ein starkes Dranggefühl ein, und noch bevor die Toilette erreicht wird, geht ungewollt Urin ab", erklärt die Expertin und ergänzt: "Jede fünfte Frau, die in die gynäkologische Praxis kommt, klagt über eine "schwache Blase".

Inkontinenz betrifft alle Altersgruppen, auch jüngere Frauen können betroffen sein, mit wachsendem Alter nimmt das Problem zu. Bei Blasenfunktionsstörungen handelt es sich um ein komplexes Problem mit vielen Einflussfaktoren, sie gehen häufig auf neurologische Erkrankungen, Hormonmangel, Diabetes, Übergewicht, vorausgegangene Schwangerschaften und Entbindungen, schwere körperliche Arbeit, angeborene Bindegewebsschwäche und vieles mehr zurück."

Dorota Kaczorek rät, offen mit dem Arzt über die Beschwerden zu sprechen, um gemeinsam die Ursachen herausfinden. Eine präzise Diagnose sei deshalb besonders wichtig, weil es unterschiedliche Arten von Inkontinenz gibt. Ihre Symptome ähneln sich zwar, ihre Behandlung ist jedoch sehr unterschiedlich. Oft spielten zudem bei einer Inkontinenz nicht nur körperliche, sondern auch seelische Ursachen eine Rolle. 

"Außer einem Gespräch ist für die Diagnose eine gründliche Untersuchung notwendig. Durch die einfache gynäkologische Tastuntersuchung ist die Kontraktilität des Beckenbodenseminar beurteilbar. Lageveränderungen z.B. der Gebärmutter, der Blase können durch eine Spiegeleinstellung festgestellt werden. Eine Introitussonographie (Ultraschall am Scheideneingang) zeigt neben dem inneren Genital auch die Mobilität und Veränderungen des Verschlussmechanismus der Harnröhre auf.

Oft ist zusätzliche eine "urodynamische Messung" ratsam. Hier werden durch einen feinen Blasenkatheter die Drücke in der Blase und der Harnröhre in Ruhe und bei Belastung (Husten) gemessen. Diese Drücke werden aus den aufgezeichneten Kurven zueinander in Beziehung gesetzt. Hieraus lassen sich Rückschlüsse auf die Art und Ursache der Inkontinenz ziehen", erklärt die Frauenärztin und fährt fort: "Es gibt noch weitere und weiterführende Untersuchungen wie Blasenspiegelung, proktologische Untersuchungen oder auch neurologische Untersuchungen, die abhängig vom Beschwerdebild für einige Patientinnen unerlässlich sind." 

Genauso vielfältig wie die Ursachen von Inkontinenz seien auch die Ansätze zur Bewältigung: "Es gibt inzwischen viele Möglichkeiten, diese Störung ganz zu heilen oder zumindest zu lindern. Bevor eine Operation in Erwägung gezogen wird, sollten erst sämtliche konservativen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft werden. Dazu gehören Physiotherapie, Ernährungsberatung, medikamentöse Behandlung ggf. Pessartherapie. Haben die konservativen Behandlungen nicht den gewünschten Erfolg gezeigt, kommt gegebenenfalls eine operative Korrektur der gestörten Funktion oder eine operative Rekonstruktion des Beckenbodens in Betracht."

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